14.Mai 2009
Von: Bärbel Kerber
Hingehen. Wählen gehen.
Wenn am Sonntag, den 7.Juni, das Europaparlament gewählt wird, sollte man sich diese Chance nicht entgehen lassen.
Gute Gründe, warum gerade Frauen bei der Europawahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollten, gibt es genügend. Mehr dazu hier beim Deutschen Frauenrat e.V.
Und wer sich nicht ganz sicher ist, bei welcher Partei er das Kreuzchen machen soll, dem sei wärmstens der Wahl-O-Mat empfohlen. Der findet mittels 38 Fragen heraus, welche Partei den eigenen Positionen am nächsten kommt. Das soll Lust auf Politik machen. Und das tut es! Ausprobieren lohnt sich (und kann für so manche Überraschung sorgen ;-)

Was Frauen wollen
14.Mai 2009
19.März 2009
Von: Bärbel Kerber
...der Name spukte heute durch die Medienlandschaft.
Und zwar im Zusammenhang mit einer Meldung zum neuen Internetfernsehen, das nun in Deutschland startet. Was das - also "Diva TV" - wohl ist, fragte ich mich und heraus kam das da.
...Ächz...da fällt mir nichts mehr ein, außer mehreren Ausrufezeichen unter den letzten Satz dieses Artikels:
"Die Medien ändern sich - die Themen bleiben gleich." !!!!!!!!
Das ruft fast nach MissTilly-TV ;-)
Was Frauen wollen
19.März 2009
27.Januar 2009
Von: Bärbel Kerber
....oder auch: Besser spät als nie.
Wenn Merkel und Co. feiern, kann es schon mal etwas später sein, weil es nicht in den politischen Terminkalender passt. Nun, die offizielle Kanzleramts-Veranstaltung zum Jubiläum des Frauenwahlrechts jedenfalls war offensichtlich erwartungsgemäß harmonisch, "wenngleich ohne klare Botschaft".
"Damals" allerdings, war noch nix mit Harmonie... Gegen die Forderungen der Frauen fuhren die Männer so manche Geschütze auf, wie dieses Schweizer Plakat von 1927 anschaulich beweist.
(Quelle: wikipedia.org)
Was Frauen wollen
27.Januar 2009
19.Januar 2009
Von: Bärbel Kerber
Seit genau 90 Jahren dürfen die Frauen in Deutschland wählen. Und deshalb sollten wir heute die Korken knallen lassen.
Der 19. Januar 1919 bereitete den Weg der Frauen an die Macht und wird nicht umsonst als die eigentliche Geburtsstunde der Demokratie angesehen. Auch wenn manche schon maulen „Jetzt reicht's aber mit den Weibern“... noch sind wir nicht ganz angekommen. Denn wie sagt Renate Künast so treffend in der taz: „Die jüngeren Frauen sind in einer anderen Lebenssituation als wir damals. Niemand schickt sie mehr Kaffeekochen. Aber man erklärt ihnen immer noch, dass Männer Chef werden müssen, weil die eine Familie zu ernähren haben. „
Da liegt noch etwas Arbeit vor uns... Aber vorher noch schnell hoch die Tassen, Mädels!
Fotonachweis: Ivi, „Wunderkerze“, www.piqs.de
Was Frauen wollen
19.Januar 2009
03.November 2008
Von: Bärbel Kerber
Über die neue, andere Printzeitschrift für Frauen...
...wurde bereits heftig berichtet - hier und dort und überall.
Wir freuen uns erstens über ein weiteres Beispiel, das neben MissTilly die Fahne hoch hält und zeigt, dass Frauen sich für mehr als nur für Diäten und einen straffen Po interessieren.
Und zweitens gratulieren wir ganz herzlich und wünschen der Missy-Redaktion eine Menge Kraft, gute Ideen und viel Durchhaltevermögen!!

Das ist definitiv kein Mauerblümchen, sondern 'ne große Portion Frauenpower.
Foto: muetzenmaedchen via photocase.com
Was Frauen wollen
03.November 2008
25.September 2008
Von: Gabriela
„Frauen haben einen Blick auf die Welt, den diese Welt oft nicht erwidert“
... fachsimpelte jemand heute zum Frühstück.
Ich weiß schon gar nicht mehr, um was es konkret ging. Ist vielleicht aber auch besser so :-).
Was Frauen wollen
25.September 2008
06.Mai 2008
Von: Gabriela Häfner
Auf den Vorwurf, sie würden einen „Wellness-Feminismus“ verfolgen, haben die Autorinnen des Buches „Neue deutsche Mädchen“ nun reagiert …
… mit einem Artikel in der „Süddeutschen“, der gegen Alice Schwarzers „Buchhalter-Feminismus“ wettert.
Auseinandersetzung kann nicht schaden, wer aber kümmert sich nun eigentlich noch um Roland Berger? Ein Kommentar des Wirtschaftsfachmanns kürzlich im „Spiegel“:
„Wenn unser Land nach vorn kommen will, müssen wir die Chancen für Frauen, in Führungspositionen zu kommen, deutlich verbessern. Das männliche Potential schöpfen wir aus bis zum Bodensatz, das der Frauen haben wir noch nicht einmal angekratzt. Das ist gesellschaftliche und menschliche Verschwendung. Zumal vom demografischen Standpunkt aus bleibt es für Deutschland eine existentielle Frage, ob es uns gelingt, das weibliche Reservoir an Zielstrebigkeit, Kreativität und Intelligenz zu nutzen, oder ob wir es brachliegen lassen. Frauen sind unsere bedeutendste verfügbare Ressource.“
Lieber Herr Berger, Frauen sind weder „verfügbar“ noch „Ressource“, sondern grob gesagt 50 % von was, hatten wir das, grob gesagt, nicht auch schon mal angesprochen...
Was Frauen wollen
06.Mai 2008
02.Mai 2008
Von: Gabriela Häfner
… sind im Kommen. Mal wieder die Skandinavier?
Nun sollen es nicht mehr nur Ampelmännchen sein, die im schwedischen Straßenverkehr für grünes und rotes Licht sorgen. Die Regierung in Stockholm will auch Ampelfrauen zukünftig stärker ins Stadtbild bringen.
Meistens sind sie ja vorne weg, die Skandinavier, was Gleichstellung angeht. Nur diesmal könnten auch wir locker auf Pioniergeist, auf Zwickau und auf Ampelfrauen hierzulande schon im Jahr 2004 verweisen, wären da nicht …
… ja wären da nicht die Argumente, die damals für die Neuerung sprachen: Ein „übertriebener Drang nach Gleichberechtigung“ war jedenfalls nach Meinung einiger Befürworter nicht im Spiel – technische Vernunft dafür umso mehr.
(Soll ja schließlich niemand durch Emanzipationstreiben usw. noch zu Schaden und unter die Räder kommen, nicht? ;-))
Was Frauen wollen
02.Mai 2008
02.April 2008
Von: Gabriela
… braucht das Land? Jana Hensel hat ein neues Buch veröffentlicht, und ich muss gestehen, ich bin rundum erstaunt – über den Titel. Also: „Neue deutsche Mädchen“ klingt für mich...
… nun wirklich nach mangelndem Gespür. Habe mich gerade umgeschaut nach Erklärungen und bin dabei zunächst auf einen FAZ-Artikel von Johanna Adorján gestoßen, die schreibt:
„Irgendwas stimmt an der Haltung nicht. Da gibt es zwei neue Bücher über Feminismus, und eines heißt ‚Neue deutsche Mädchen‘, das andere ‚Wir Alphamädchen‘. Wenn man nun aber weiß, dass die Autorinnen (…) zwischen 25 und 36 Jahren alt sind, dann ahnt man, …“
Gut. Ich finde dieses „Mädchen“-Label, mit dem jüngere Feministinnen sich gerade Gehör verschaffen, zwar auch nicht ganz unproblematisch, mir ist aber schon klar, wo das herkommt. Ganz und gar nicht klar aber ist mir, wie man als Verlag auf die Idee kommen kann, Reflexionen zu einem neuen Selbstverständnis jüngerer Frauen in diesem Lande unter einem Titel zu veröffentlichen, der ja wahrscheinlich nicht nur bei mir nur ungute Assoziationen weckt – an etwas, das nicht nur rückwärtsgewandt war, sondern auch schlimm nach hinten los gegangen ist. Oder habe nur ich da jetzt ein Problem???
Ein sehr lesenswertes Interview mit Jana Hensel und ihrer Mitautorin Elisabeth Reather ist übrigens auf satt.org zu finden. Wirklich wunderbar kritische Fragen – nur bei der Titelfrage wird leider abgebremst.
Was Frauen wollen
02.April 2008
06.März 2008
Von: Gabriela Häfner
Besser Jungfrau bleiben – das ist die Botschaft, mit der an Schulen in den USA Teenager verunsichert werden. Denn wo es im Unterricht um sexuelle Aufklärung gehen sollte, werden vielfach einfach nur Ängste geschürt: vor...
Es ist ja bekannt, dass die Regierung Bush seit Jahren viel Geld in Kampagnen steckt, die zu Enthaltsamkeit vor der Ehe aufrufen — und nichts bringen. Denn natürlich schützt Prüderie unter Jugendlichen nicht vor den Folgen, die Sex haben kann (wenn es an Aufgeklärtheit eben leider grundlegend fehlt).
Gerade machte der „Tagesspiegel“ wieder auf das Thema aufmerksam: Die Kulturwissenschaftlerin Anke Bernau arbeitet an einer Studie, in der es um den „Mythos Jungfrau“ geht. Mit einem Seitenblick wird dabei auch die neue Keuschheitspolitik auf Korn genommen, die in den USA gerade Aufwind hat. Anke Bernau spricht hier von einem „beunruhigenden Trend“, in dem Artikel heißt es:
„Zum Thema ‚Jungfrau‘, das fällt ihr immer wieder auf, hat jeder eine Meinung – und kaum jemand meint das gleiche. Gemeinsam ist den meisten Deutungsversuchen der Ursprung in der christlichen Tradition. Religiöses Denken wirkt bis heute fort und schafft es in den USA sogar, die Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten einzuebnen. So werde an den Schulen nicht mehr grundsätzlich sexuell aufgeklärt, sondern vielfach einfach zur Abstinenz aufgerufen. Soziologen sehen darin eine gegen die Unterschichten gerichtete Politik: Ungewollt schwangere Jugendliche müssten sich zunehmend darauf einstellen, weniger Unterstützung vom Staat zu bekommen. Sie müssten für ihre individuellen ‚Fehler‘ persönlich gerade stehen.“
Der Artikel verweist aber auch auf viele andere spannende Blickwinkel zum Thema – und winkt schon mal ab. Auch wenn es bei Sandra Maischberger neulich schon um die Frage "Keuschheit statt Porno - brauchen wir eine neue Sexualmoral?" ging, sei eine regressive Wendung zum Ideal der Jungfräulichkeit in Europa nicht zu erwarten: „Das liege neben der fehlenden puritanischen Tradition auch an den Verlockungen der Konsumgüterindustrie. Die akzeptiert Jungfräulichkeit zwar als Marketing-Gag – ihr Interesse aber an Askese tendiere gegen Null.“
Was Frauen wollen
06.März 2008