Schlämmer, Fische und die Mauer

07.September 2009

Von: Bärbel

Was zur Wahl steht. Eine neue Weise, sich mit Demokratie auseinander zu setzen.

Sie irritieren, sie kalauern, manche nehmen sie für bare Münze – Kunstparteien, die sich gekonnt zur Wahl stellen, ohne zur Wahl zu stehen, provozieren, und halten den Politikern und etablierten Parteien den Spiegel vor.

Darunter auch„Die Partei“. Und eine ihrer Forderungen lautet, die Mauer wieder aufzubauen. Wie bitte? Ein schlechter Scherz nur? Ein bizarrer Vorschlag zu bloßen Unterhaltung der Leute? Vermutlich nein. Man will, dass jeder für sich herausfindet, wieviel Ernst dahinter stecken mag und sich dabei vielleicht selbst die eine oder andere unangenehme Frage stellt.

Oder wie Martin Sonneborn meint: 

„...Es gibt die Teilung, es gibt die Benachteiligung von Ostdeutschen, und es gibt Ostdeutsche, die sich nicht in diesem Staat sehen, die nicht angekommen sind, die ihre Geschichte, ihre Wohnung, ihre Arbeit verloren haben, die sich in keinem Fernsehbericht, in keinem Zeitungsbeitrag wiederfinden. Und indem wir uns an diesem Moment reiben, ist es doch klar, dass wir damit Emotionen erzeugen, im Osten wie im Westen. Darum macht es Spaß, das den Leuten unter die Nase zu reiben. ...“

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Foto: kallejipp via photocase.com

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Die Welt im Großen und im Kleinen

14.Oktober 2008

Von: Bärbel

"Loooky, looky - biiilliger, billiger", ruft der fliegende Händler und hofft mit seinem breiten Lachen die Touristen zu einem Kauf eines seiner Handtücher oder Schmuckketten bewegen zu können.

 "Das ist wie auf dem Finanzmarkt derzeit", feixt der Mann auf meinem Strandtuch, der sich mühsam über sein Handy einen Update vom Weltgeschehen aufs Display zu holen versucht. "Looky, looky! Billiger, billiger..."

 

 

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Schöne Aussichten

06.Januar 2008

Von: Bärbel Kerber

Nie gab es ein größeres Angebot in den Regalen der Zeitungskioske. Und nie war das Spektrum der Onlinemedien im Internet breiter. Wo geht es lang? Wie entwickelt sich der Journalismus weiter? Wieviel Platz ist da eigentlich noch...

Das fragt sich nicht nur das Team hinter MissTilly, sondern auch eine Runde von drei Machern ganz neuer Independent-Magazine. Was sie aus ihrer Sicht und Erfahrung erzählen, nun, das macht uns Mut!! Dort geht es lang zum gesamten Interview in der FAZ. Und die Essenz der Antworten, schon mal gleich hier:

Bilden die heutigen Zeitschriften die Wirklichkeit nur ab oder schaffen sie neue?

Benjamin Ruth: Man schafft Realitäten durch seine Darstellung, durch die Haltung, die man bezieht. Die Haltung ist das Entscheidende, nicht nur für Magazine, sondern für Medien allgemein, um in der ganzen Flut von Titeln mit einer klaren, inhaltlichen Positionierung überleben zu können...
...
Markus Peichl: Es ist unbestreitbar, dass die Zukunft für den Zeitschriftenmarkt in den Nischenprodukten liegt.
...

Findet man so eine Nische oder erfindet man sie selbst?
...
Jörg Koch: Ich bezweifele, dass die Großverlage sich tatsächlich zur Nische umorientieren können, weil es ein kompletter Paradigmenwechsel für die ist. Die suchen eigentlich immer nach der Zielgruppe, auf die sie dann das Produkt ausrichten können. Im Gegensatz dazu gehen eigentlich alle interessanten Magazinneugründungen davon aus, dass sich die Leserschaft findet.

Was verändert sich denn inhaltlich durch das Internet?

Markus Peichl: Was deutschen Journalisten in der Ausbildung oder in den Redaktionen immer eingetrichtert wurde, war Journalismus von oben nach unten. Diese Zeit ist schlicht und einfach vorbei! Natürlich gibt es das immer noch, diese Attitüde des Herrschaftswissens, aber sie wird mit jedem Tag lächerlicher.
...“

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Fundstücke

03.Dezember 2007

Von: Bärbel Kerber

Das Schöne am Netz ist, dass hier unbeirrt Leute ihr Ding machen und anderen einfach so zur Verfügung stellen.

Und das zunächst mal ohne Businessplan im Kopf oder gewinnträchtige Aussichten in den glasigen Augen. Manchmal besteht der einzige Nutzen darin, dass es schlichtweg nur schön anzusehen ist. Und sogar daran dürfen sich die Geister scheiden. Selbst wenn nicht jeder überzeugt ist, nicht alle gleich Hurra! schreien. Das web 2.0 gibt auch Ideen Raum, die nicht mehrheitsfähig sind. Und mal im Ernst: Es muss ja nicht alles jedem gefallen. Mir gefällt's jedenfalls und ich möchte dies hier heute mit Ihnen teilen. Der Tiltviewer. Und mehr über die Idee dahinter hier.

 

 

(Foto von den blogpiloten.de)

1 Kommentar Open-Sauce oder was? 03.Dezember 2007

Web 2.0 - oder was?

21.November 2007

Von: Christoph Jander

Web-2.0 ist in aller Munde und auch die Karawane der Propheten und Jünger zog schon durch diese Lande, so dass jeder im Internet, ob Macher oder Nutzer, endlich begreifen möge: mach-mit-machs-nach-machs-besser ist kein...

Ich sag mal provokant: NEIN.

Bevor MissTilly das Licht der Welt erblickte, wurde viel darüber diskutiert, wie die LeserInnen Einfluss nehmen sollten. Das war zu der Zeit als auch Reader's Edition auf den Markt kam. Alles schien sich dahin zu wenden, dass die InternetnutzerInnen nunmehr als mündige und basisdemokratisch veranlagte BürgerInnen jede Form der Beteiligung nutzen würden, und es schien nur eine Frage der "richtigen" Mittel zu sein - Live-Chat, Forum, Kommentare zu den Artikeln etc..

Wir beschlossen am Anfang, Kommentare unter die Artikel setzen zu lassen und die Kommentare an ein Forum weiter zu reichen, damit die Diskussion sich dort fortsetzen könnte.

Nachdem die Resonanz nicht die erwartete war, wurden die Kommentare vom Forum entkoppelt. Die MissTilly- AutorInnen meinten vor allem, dass Forum und Kommentare zu den Artikeln inhaltlich nicht den Zusammenhang hätten, der durch die Zusammenschaltung suggeriert werden würde.

Also einfach Kommentare und ein extra Forum. Wie sah nun die Beteiligung aus?

Eher mau. Oder eher sehr mau. Denn von den doch recht zahlreichen LeserInnen der MissTilly hat sich keine/r in einem Kommentar zu den Artikel geäussert.

Wozu also Kommentar-Funktion oder Forum oder Community-Klimbim, wenn die Resonanz nicht da ist?

1 Kommentar Open-Sauce oder was? 21.November 2007

Blogging, yeah ...

11.November 2007

Von: Christoph Jander

Nichts geht über einen richtig, gutes Blog. So mit allem Schnickschnack und viel Communityflair. Und wie anders geht so etwas zu machen, als mit timtab und typo3.

Na gar nicht. Da unser Redaktionssystem schon auf Typo3 aufsetzt, lag nichts näher als das Blog auch auf ebendieses aufzusetzen. Nichts leichter als das, dachte sich der leichtsinnige Administrator dieser Seiten. Einfach schnell mal die Extentions timtab, ve_guestbook, tt_news etc. installiert bzw. konfiguriert und alles wird prima.
Äöhm ... . Naja, nichts geht über einen rechtschaffenden Optimismus. Obschon. Es ging bedeutend schneller als vermutet, vor allem, nachdem die einschlägigen Informationsquellen für die akuten Notfälle bekannt waren. Einziges Manko war letztendlich eine vollständige Dokumenation, die tatsächlich alle TS-Befehle erläutert. Am besten ist es natürlich immer, sich selber hinzusetzen und zu schreiben, aber weder gegen Geld noch gegen freie Liebe lässt sich bekanntermassen Zeit eintauschen.

2 Kommentare Open-Sauce oder was? 11.November 2007

About – oder warum das Ganze?

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    • das plakat ist wirklich heavy!! hier auch noch mal ein link zu einem "zeit"-interview, in dem a...
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    • Hallo, hab gerade die neue HP besucht,tolle Seite mit interessanten Themen! Viel Erfolg weiter...
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